Wölfe adieu

WölfeBei Wölfen herrschen strenge Gesetze. Dem Alpha, also dem ranghöchsten Tier, ordnen sich alle Rudelmitglieder unter. Damit die Hierarchie, getrennt nach Männchen und Weibchen, möglichst lange besteht, müssen Leitwolf und –wölfin ihre Überlegenheit unmissverständlich signalisieren, z.B. mit Knurren oder einem „finsteren Blick“, direkt in die Augen des anderen. Auch drastische Methoden, wie Beißattacken mit Verfolgungsjagden gehören dazu. Wölfe sind robust und halten viel aus, doch der Letzte im Bunde, der Omega-Wolf ist wirklich ein „armer Hund“. Er vereint alle Aggressionen auf sich, was aufmerksamen Zoobesuchern vor allem bei der Fütterung nicht entgeht.

Die „Rote Karte“ in unserem Rudel haben „Rabea“, Schwester der Alpha-Wölfin, und der 12jährige Rüde „Jaskov“, Bruder von Alpha „Tristan“. Aber auch bei diesem starken Wolf wendet sich das Blatt. Der Druck von unten wächst: Sein 3jähriger Sohn „Attila“, erkennbar an seiner Größe und der rot-braun-schwarzen Fellfärbung, ist aufgerückt und hält alle unter Kontrolle. Zwar behauptet sich „Tristan“ noch, er vermeidet aber Konfl ikte mit seinem Sohn und hat damit eigentlich schon verloren. Bevor die Sache eskaliert, müssen wir handeln. Ein Tierpark in Deutschland hat ein neues großes Wolfsgehege errichtet und ist bereit, unsere Tiere zu übernehmen. Anfang November wird das Trio auf die Reise gehen und in der neuen Heimat die Keimzelle für ein Rudel bilden.

 

ADIEU, Wölfe!